Erfurt – die Landeshauptstadt

Bereits 742 wurde die Landeshauptstadt Erfurt des Freistaats Thüringen geschichtlich erwähnt. Allein dieser Zeitraum verspricht Ihnen bei Besuch der größten Stadt des Freistaates Thüringen die Möglichkeit einer Zeitreise. Wussten Sie, dass Erfurt einmal zum Mainzer Dombezirk und zu Preußen gehörte. Lang ist es her – allerdings zeugt die heutige Städtepartnerschaft zwischen den beiden Landeshauptstädten immer noch davon. Die Franzosen besetzten die Stadt von 1806 bis 1814 und schon damals entwickelte sich Erfurt zum Zentrum von Wirtschaft, Politik und Kultur. Bereits im 13. Jahrhundert war Erfurt eine lebendige Studentenstadt, einer der wohl bekanntesten Studenten: Martin Luther – der im Jahr 1392 nach dem Bau der Universität hier studierte.
Sehenswürdigkeiten Erfurt
Die Krämerbrücke – der Knotenpunkt des Warenumschlags im Mittelalter. Dieser Brücke verdankt Erfurt den Beinahmen “Venedig des Nordens”. Der Dom und die St. Severinkirche, der Petersberg mit dem Kastell und viele bekannte Sehenswürdigkeiten – die Stadt Erfurt lädt zum Verweilen und erkunden ein. Die Erfurter bezeichnen ihre Stadt als „Rendezvous in der Mitte Deutschlands“. Zu einem Rendezvous gehört in der Regel gepflegte Gastlichkeit und Atmosphäre, auch dieses finden Sie in der Landeshauptstadt Ihres Gastgeberlandes Thüringen. Martin Luther sprach damals von Erfurt als „turmreiches Erfurt“ und anderer Chronisten gaben ihr wiederum den Namen: „Rom Thüringens“. Zählen Sie doch vom Petersberg, der höchsten natürlichen Erhebung Erfurts, einmal die Turmspitzen der Kirchen, Klöster und Kapellen – Sie werden unter dem Erfurter Himmel eine große Anzahl „finden“. Mit am eindrucksvollsten ist selbstverständlich der Erfurter Dom, seit 1994 Kathedrale des Bistums Erfurt. In ihm können Sie ein unvergessliches Klangerlebnis der im Jahr 1992 erbauten Orgel erfahren. Und wenn Sie das Geläut vom Erfurter Dom hören, können Sie bestimmt die größte mittelalterliche Glocke der Welt die Maria Gloriosa, heraushören, denn sie bildet die Grundlage zu einem einzigartigen Klangspektrum des zehnstimmigen Geläuts des Erfurter Doms – ein Klangerlebnis der besonderen Art.
Erfurter Domstufen
Auf etwas Besonderes möchten wir Sie bereits heute noch hinweisen – schauen Sie doch einfach mal vom Petersberg zum Dom, gehen Sie anschließend auf den Domplatz und steigen Sie die Treppen nach oben. Sie wären nicht die erste Person, die auf einmal überrascht ist, dass es sich beim Dom – wie man vom Petersberg her meinen könnte um eine Kirche sondern tatsächlich um zwei Kirchenhäuser handelt. Neben dem Dom steht noch die Severinkirche. Von weitem bilden beide Kirchen eine Einheit und nur von nahem betrachten erkennt man beide Gotteshäuser. Wenn Sie nun die Treppen nach oben steigen, wandeln Sie auf den Spuren von bekannten Künstlern, Sängern und Tänzer. Denn diese Treppenstufen verwandeln sich im Sommer im Rahmen der Erfurter Domfeststufen – zu den „Brettern, die die Welt bedeuten“. Ein unvergesslicher Rahmen für eine Openair Veranstaltung der besonderen Art.
Krämerbrücke Erfurt
Übrigens Erfurt trägt noch einen weiteren Beinahmen – im Mittelalter wurde diese Stadt auch als „Klein Venedig“ bezeichnet. Mit einem Fluss und 142 Brücken finden wir, dass dieser Name auch passt. Die wohl bekannteste Brücke ist ca. 79 Meter lang und vollständig bebaut. Wenn man es nicht weiß und/oder auf die Hinweisschilder achtet, ist einem gar nicht bewusst, dass man gerade einen Fluss überquert hat. Diese, nördlich der Alpen einzige vollständig erhaltene und bewohnte Brücke mit kleinen Geschäften und wunderschönen Wohnhäusern trägt den Namen „Krämerbrücke“. Zurecht, den hier wohnten und arbeiteten im Mittelalter ausschließlich Krämer und Händler, außerdem musste – für die heutige Zeit fast unvorstellbar – damals jeglicher Transportwagen über diese kleine Mautbrücke.
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